Kosten absichern mit einer Sterbeversicherung

Eine Sterbeversicherung ist im Grunde nichts anderes als eine weitere Form der kapitalbildenden Lebensversicherungen. Sie dient zur Absicherung aller anfallenden Kosten, sollte es zu einer Bestattung kommen. Sie ist speziell auf den Tod des Versicherten ausgelegt.

Ab wann ist eine Sterbeversicherung sinnvoll?

Ein Eintrittsalter gibt es bei einer solchen Versicherung nicht. Sie kann mit 18 Jahren abgeschlossen werden und oftmals wird sogar empfohlen eine Sterbeversicherung schon in jungen Jahren abzuschließen. Natürlich möchte man sich als junger Mensch noch keine Gedanken um einen Todesfall machen, doch Krankheiten oder Unfälle können in jeder Altersgruppe vorkommen und möchte man seine Angehörigen nicht mit zusätzlichen Belastungen konfrontieren, bietet sich der Abschluss einer solchen Versicherung auf jeden Fall an. Denn je nach Bestattungsart, Wünschen und Vorstellungen können die Kosten bis in die Tausende gehen. Es gibt allerdings auch Gesellschaften die eine Versicherung erst ab 40 Jahren anbieten. Eine Versicherung in dieser Form kann allerdings auch noch im Rentenalter abgeschlossen werden. Mit steigendem Alter können Gesellschaften aber eine Gesundheitsprüfung fordern, ehe eine Versicherung abgeschlossen werden kann.

Abgesicherte Leistungen der Versicherung

Die Summe, welche letztlich ausgezahlt werden soll, wird bei Vertragsabschluss festgesetzt. Die Sterbeversicherung übernimmt viele verschiedene Kosten, die mit dem Tod der versicherten Person einhergehen. Um eine Auszahlung zu erwirken, muss die Sterbeurkunde vorgelegt werden. Oftmals werden heute bei einigen Tarifen Wünsche der versicherten Person beachtet. Dies beinhaltet beispielsweise die Organisation der Trauerfeier oder eine besondere Bestattungsart wie der Seebestattung. Darüber hinaus gibt es mittlerweile Versicherungen, die ab einem bestimmten Alter ausgezahlt werden. In der Regel liegt das Alter einer Auszahlung zwischen 80 und 85 Jahren.

Vor einem Abschluss

Es ist von besonderer Wichtigkeit vor dem Abschluss einer Sterbeversicherung, eine Summe festzulegen, die es ermöglicht monatliche Beiträge berechnen zu können und die Zahlung dieser zu gewährleisten. Wenn Sie eine Versicherung abschließen möchten ohne eine vorherige Gesundheitsprüfung und schon ein gewisses Alter erreicht haben, sollten Sie mit monatlich höheren Beiträgen rechnen. Für jüngere Personen sind Beiträge für gewöhnlich günstiger oder es besteht die Möglichkeit einen Tarif zu wählen, bei welchem nach einiger Zahlungszeit die Beiträge ganz entfallen, die festgesetzte Summe aber dennoch ausgezahlt wird.

Hier ist Vorsicht geboten

Manche Gesellschaften haben ein Mindestalter von 18 Jahren festgelegt und gleichzeitig ein Höchstalter für den Eintritt von 75 Jahren. Bei den meisten Versicherungen bleibt das Alter nach wie vor ungeachtet, eine Gesundheitsprüfung könnte dann aber erforderlich werden. Möchten Sie einen Abschluss ohne eine solche Prüfung erwirken, werden Beiträge um ein Vielfaches höher sein. Wartezeiten werden oftmals nicht genannt, sind aber dennoch vorhanden. Diese Dinge sollten Sie in jedem Fall beachten, wenn eine Sterbeversicherung abgeschlossen wird.

 

Sterbeversicherungen – Warum machen sie Sinn?

Vorsorge für den letzten Weg

Bis 2003 gab es Sterbegeld von der gesetzlichen Krankenversicherung. Zuletzt betrug es noch 525 Euro. Ein Tropfen auf den heißen Stein, denn das Geld langt heute nicht mal mehr für eine Urne. Die Versicherungsaufsicht prüft regelmäßig die sogenannten gewöhnlichen Beerdigungskosten und kommt dabei aktuell auf 8.000 Euro. Weil nicht jeder so viel Geld auf dem Konto hat, aber seine Erben nicht belasten will, macht eine Sterbeversicherung durchaus Sinn.

Absicherung biometrischer Risiken

Zeiten niedriger Zinsen sind für Lebensversicherer problematisch. Ihre Produkte werden als unrentabel dargestellt. Eigentlich haben sie nur mit denselben Schwierigkeiten zu kämpfen wie die Banken, die für risikolose Anlageformen fast keine Zinsen mehr zahlen, sogar Strafzinsen verlangen. Versicherungsunternehmen besinnen sich deshalb wieder auf ihre Kernkompetenz, nämlich die Absicherung sogenannter biometrischer Risiken. Das sind Risiken, die mit dem Leben des Menschen zu tun haben. Während Sie mit einer Rentenversicherung für ein besonders langes Leben vorsorgen, wird mit der Sterbeversicherung das Risiko eines unerwartet frühen Todes abgesichert. Die Kalkulation des Beitrags richtet sich nach dem Alter des Versicherten bei Vertragsbeginn und meist auch nach dem Gesundheitszustand.

Sparbeitrag mit garantierter Verzinsung

Im Grunde ist die Sterbeversicherung wie ein Sparbuch, auf das Sie regelmäßig einzahlen, um für die Beerdigungskosten vorzusorgen. Nur mit dem Unterschied, dass die volle Summe im Todesfall auch dann zur Verfügung steht, wenn auf dem Sparbuch noch gar nicht genug Geld vorhanden ist. Der Versicherer teilt den Beitrag intern in drei Bestandteile auf: Der größte Anteil entfällt auf den Sparbeitrag, aus dem das Deckungskapital für Ihren Vertrag gebildet wird. Ein weiterer Bestandteil, der Risikobeitrag, dient der Finanzierung der frühen Todesfälle. Und schließlich fließt noch ein wenig Geld in die Verwaltungskosten. Der Sparanteil wird mit dem gesetzlich festgelegten Höchstrechnungszins verzinst. Derzeit (Stand 2020) sind das 0,9 %. Für eine sichere Geldanlage ist das sehr viel mehr, als es bei einer Bank auf Spareinlagen oder Tagesgeldergibt. Außerdem wird der Zins bei Vertragsabschluss für die gesamte Dauer des Vertrags festgeschrieben. Sollte der Höchstrechnungszins sinken, betrifft das nur neue Verträge. Und wenn das Zinsniveau wieder steigt, erhalten Sie eine Gewinnbeteiligung aus den Kapitalanlagen des Versicherers. Alternativ zu laufenden Beiträgen kann eine Sterbeversicherung auch gegen einen Einmalbeitrag abgeschlossen werden, der dann entsprechend verzinst wird.

Sterben und Steuern zahlen

Vieles im Leben können Sie selbst entscheiden, nur dem Tod und dem Finanzamt werden Sie nicht entgehen, sagt ein Sprichwort. Immerhin lassen sich aber die Beiträge für eine Sterbeversicherung oft als Sonderausgaben von der Einkommensteuer absetzen. Ob das möglich ist, hängt von der genauen Vertragsgestaltung und Ihren Einkommensverhältnissen ab. Erkundigen Sie sich bei Ihrem Versicherer oder einem Steuerberater.